Studierendenzahlen in Deutschland 2026: Anzahl nach Bundesland, Fach und Hochschultyp (Destatis)
2.876.900 Menschen waren im Wintersemester 2025/2026 an einer deutschen Hochschule eingeschrieben – ein Plus von 12.800 oder 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Wer die Anzahl Studierende in Deutschland 2026 für eine Hausarbeit, einen Artikel oder eine Standortentscheidung braucht, findet die Zahl selten in einer Quelle sauber aufbereitet: Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht sie verteilt auf Pressemitteilungen, Tabellen und Fachserien. Dieser Artikel bündelt die aktuellen Werte nach Bundesland, Fächergruppe und Hochschultyp – mit direkter Quellenangabe zu jeder Zahl.
Die Daten stammen aus den vorläufigen Schnellmeldungsergebnissen zum Wintersemester 2025/2026 sowie aus den endgültigen Ergebnissen des Vorjahres, beide veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt. Wo Werte noch vorläufig sind, ist das im Text vermerkt.
Gesamtzahl der Studierenden in Deutschland
Die Anzahl Studierende in Deutschland 2026 liegt laut den vorläufigen Schnellmeldungsergebnissen des Statistischen Bundesamts bei 2.876.900 im Wintersemester 2025/2026 – ein Zuwachs von 12.800 Personen bzw. 0,4 % gegenüber dem Wintersemester 2024/2025. Zum Vergleich: Im Wintersemester 2024/2025 waren es 2.871.600 Studierende, was gegenüber 2023/2024 einem Plus von lediglich 3.300 Personen (0,1 %) entsprach. Die Studierendenzahl bewegt sich damit seit mehreren Semestern nahezu auf einem Plateau, nachdem sie 2020 ihren bisherigen Höchststand erreicht hatte.
| Wintersemester | Studierende | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| 2023/2024 | 2.868.300 (rechnerisch) | Basisjahr |
| 2024/2025 | 2.871.600 | +3.300 (+0,1 %) |
| 2025/2026 (vorläufig) | 2.876.900 | +12.800 (+0,4 %) |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilungen Nr. 447/21 (2024) und Nr. 426/21 (2025). Der Wert für 2023/2024 ist aus der genannten Differenz rechnerisch abgeleitet, nicht direkt als Einzelwert publiziert.
Studierende nach Bundesland
Die Verteilung der Studierendenzahlen auf die 16 Bundesländer folgt erwartungsgemäß der Hochschuldichte und Bevölkerungsgröße. Nordrhein-Westfalen ist mit weitem Abstand das Bundesland mit den meisten Studierenden, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Die folgende Tabelle zeigt die vorläufigen Zahlen für das Wintersemester 2025/2026 aus der Destatis-Tabelle „Studierende nach Bundesländern“.
| Bundesland | Studierende |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 715.209 |
| Bayern | 404.320 |
| Baden-Württemberg | 353.321 |
| Hessen | 243.840 |
| Berlin | 206.458 |
| Niedersachsen | 188.731 |
| Thüringen | 149.121 |
| Hamburg | 121.518 |
| Rheinland-Pfalz | 109.273 |
| Sachsen | 107.563 |
| Schleswig-Holstein | 62.207 |
| Sachsen-Anhalt | 54.920 |
| Brandenburg | 54.608 |
| Bremen | 39.869 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 35.713 |
| Saarland | 30.267 |
| Deutschland gesamt | 2.876.938 |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle „Studierende nach Bundesländern“, Wintersemester 2025/2026 (erste vorläufige Ergebnisse). Die Summe der Länderwerte weicht leicht von der in der Pressemitteilung genannten Gesamtzahl (2.876.900) ab, da beide Werte aus unterschiedlichen Aktualisierungsständen derselben Schnellmeldung stammen.

Auffällig: Thüringen liegt mit 149.121 Studierenden vor bevölkerungsreicheren Ländern wie Sachsen oder Rheinland-Pfalz – ein Effekt der Hochschulstadt Jena und der Bauhaus-Universität Weimar im Verhältnis zur Landesgröße. Umgekehrt zeigt das Saarland mit rund 30.000 Studierenden die kleinste absolute Zahl aller Flächenländer. Für eine differenzierte Einordnung lohnt sich neben der absoluten Zahl auch ein Blick auf die Studierendendichte je Einwohner, die Destatis in ergänzenden Tabellen ausweist – Stadtstaaten wie Hamburg und Berlin liegen hier naturgemäß vorn, weil ihre Hochschulen ein großes Umland mitversorgen.
Studierende nach Hochschultyp
Destatis unterscheidet vier Hochschultypen: Universitäten (inklusive gleichgestellter Einrichtungen), Fachhochschulen, Kunsthochschulen und Verwaltungsfachhochschulen. Im Wintersemester 2025/2026 verschiebt sich das Verhältnis leicht zugunsten der Fachhochschulen.
| Hochschultyp | Studierende | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Universitäten u. gleichgestellte Hochschulen | 1.668.200 | −0,6 % |
| Fachhochschulen | 1.112.900 | +2,1 % |
| Kunsthochschulen | 38.100 | +2,1 % |
| Verwaltungsfachhochschulen | 57.800 | −1,9 % |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 426/21 vom November 2025.
Die Verschiebung ist nicht neu, sondern setzt einen Trend der letzten Jahre fort: Fachhochschulen wachsen bei den Studierendenzahlen, während Universitäten leicht schrumpfen. Das liegt unter anderem an dualen und berufsbegleitenden Studienangeboten, die überwiegend an Fachhochschulen verankert sind, sowie an der wachsenden Nachfrage nach anwendungsorientierten Bachelorabschlüssen. Verwaltungsfachhochschulen, an denen vor allem der öffentliche Dienst ausbildet, verzeichnen dagegen einen leichten Rückgang – ein möglicher Vorbote geringerer Einstellungszahlen im öffentlichen Sektor, der sich aus den reinen Studierendenzahlen allein aber nicht abschließend erklären lässt.
Studierende nach Fächergruppe
Nach Fächergruppen zeigt sich ein klares Bild: Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bilden mit weitem Abstand die größte Gruppe. Die folgenden Zahlen stammen aus der Destatis-Tabelle zu Studierenden nach Fächergruppen für das Wintersemester 2024/2025 – die aktuellste vollständig nach dieser Systematik veröffentlichte Verteilung.
| Fächergruppe | Studierende | Anteil |
|---|---|---|
| Rechts-, Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften | 1.117.272 | ca. 39 % |
| Ingenieurwissenschaften | 748.619 | ca. 26 % |
| Mathematik, Naturwissenschaften | 297.937 | ca. 10 % |
| Geisteswissenschaften | 290.804 | ca. 10 % |
| Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften | 212.689 | ca. 7 % |
| Kunst, Kunstwissenschaft | 101.209 | ca. 4 % |
| Andere Fächergruppen | 95.592 | ca. 3 % |
| Gesamt | 2.864.122 | 100 % |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle „Studierende nach Fächergruppen“, Wintersemester 2024/2025.
Wichtiger Hinweis zur Vergleichbarkeit: Ab dem Wintersemester 2025/2026 hat Destatis die bisherige Fächergruppe „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ in drei eigenständige Gruppen aufgeteilt – „Rechts- und Verwaltungswissenschaften“, „Wirtschaftswissenschaften“ sowie „Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Sport“. Werte aus 2024/2025 und früher sind daher nicht ohne Weiteres mit den kommenden Fächergruppen-Tabellen ab 2025/2026 vergleichbar. Wer Fächergruppen über mehrere Jahre hinweg vergleicht, sollte diesen Bruch in der Systematik explizit benennen, statt Anteile unkommentiert nebeneinanderzustellen.
Erstsemester und Studienanfänger:innen
Im Studienjahr 2025 (Sommersemester 2025 und Wintersemester 2025/2026 zusammengenommen) haben sich 491.700 Personen erstmals an einer deutschen Hochschule eingeschrieben. Das sind 1.100 bzw. 0,3 % mehr Studienanfänger:innen als im Studienjahr 2024. Auch hier zeigt sich damit eher Stagnation als Wachstum – ein Muster, das sich durch die gesamte Statistik der vergangenen Jahre zieht. Die Erstsemesterzahl ist ein wichtigerer Frühindikator als die Gesamtzahl der Studierenden, weil sie unmittelbar auf demografische Verschiebungen und die Studierneigung eines Jahrgangs reagiert, während die Gesamtzahl auch von der durchschnittlichen Studiendauer und Verweildauer im System abhängt.
Methodik: Wie zählt Destatis Studierende?
Die Studierendenzahl bezieht sich immer auf einen Stichtag im jeweiligen Semester und umfasst alle an einer Hochschule immatrikulierten Personen – unabhängig von Fachsemester, Studienform (Vollzeit, Teilzeit, dual) oder Staatsangehörigkeit. Das unterscheidet sie von der Zahl der Studienanfänger:innen, die nur Personen im ersten Hochschulsemester zählt, und von der Zahl der Hochschulabsolvent:innen, die sich auf abgeschlossene Prüfungen bezieht.
Destatis veröffentlicht die Zahlen in zwei Stufen: Zunächst erscheinen im November „erste vorläufige Ergebnisse“ aus einer Schnellmeldung der Hochschulen, die noch Nachmeldungen und Korrekturen unterliegen. Rund ein Jahr später folgen die „endgültigen Ergebnisse“ in der Fachserie 11, Reihe 4.1, die als zitierfähige Referenzwerte gelten. Für das Wintersemester 2025/2026 liegen aktuell nur die vorläufigen Werte vor; die endgültigen Zahlen werden voraussichtlich Ende 2026 veröffentlicht. Wer mit diesen Daten journalistisch oder wissenschaftlich arbeitet, sollte diesen Status immer mit angeben, da sich vorläufige und endgültige Werte um mehrere Tausend Personen unterscheiden können.
Historische Entwicklung seit 1995
Die langfristige Zeitreihe von Destatis zeigt, wie stark sich die Studierendenzahlen in Deutschland seit den 1990er-Jahren verändert haben. Zwischen 1995 und 2020 stieg die Zahl der Studierenden um mehr als eine Million – seither stagniert sie auf hohem Niveau und ist seit dem Höchststand 2020 leicht rückläufig.
| Wintersemester | Studierende |
|---|---|
| 1995/96 | 1.857.906 |
| 2000/01 | 1.798.863 |
| 2005/06 | 1.985.765 |
| 2010/11 | 2.217.294 |
| 2015/16 | 2.757.799 |
| 2020/21 | 2.944.145 (bisheriger Höchststand) |
| 2024/25 | 2.871.600 |
| 2025/26 (vorläufig) | 2.876.900 |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Zeitreihe „Studierende insgesamt“, Tabelle lrbil01, ergänzt um die Pressemitteilungen 2024/2025.

Zwischen 2000 und 2020 wuchs die Zahl der Studierenden um rund 64 % – getrieben unter anderem durch doppelte Abiturjahrgänge in mehreren Bundesländern, den Ausbau von Bachelor-/Master-Studiengängen im Zuge des Bologna-Prozesses und eine steigende Studierneigung. Seit 2020 sinkt die Zahl der Studienberechtigten demografisch bedingt leicht, was sich in der aktuellen Stagnation niederschlägt. Bemerkenswert ist auch der kurze Rückgang zwischen 1995 und 2000, als die Studierendenzahl um rund 59.000 sank – ein Effekt, den Bildungsforscher unter anderem auf sinkende Abiturientenzahlen in den 1990er-Jahren und eine damals schwächere Arbeitsmarktlage für Akademiker:innen zurückführen.
DACH-Kontext: Österreich und die Schweiz
Dieser Artikel bezieht sich ausschließlich auf Deutschland, weil Destatis nur für Deutschland zuständig ist. Für Österreich führt Statistik Austria eine vergleichbare Hochschulstatistik, für die Schweiz das Bundesamt für Statistik (BFS) – beide mit eigener Zähllogik, eigenen Semesterstichtagen und eigenen Fächersystematiken. Wer belastbare Zahlen für Österreich oder die Schweiz braucht, sollte direkt die Publikationen dieser beiden Ämter konsultieren statt deutsche Werte hochzurechnen: Die drei Länder unterscheiden sich strukturell zu stark, etwa in der Größe des Hochschulsystems, der Verbreitung von Fachhochschulen und der Rolle dualer Studiengänge, um belastbare Vergleichszahlen einfach zu übertragen.
Was die Zahlen bedeuten – für Studierende, Hochschulen und Politik
Für angehende Studierende zeigen die Zahlen vor allem eines: Der Wettbewerb um Studienplätze in stark nachgefragten Fächergruppen wie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bleibt hoch, während wachsende Fachhochschulen zunehmend Alternativen mit praxisnahen Studiengängen bieten. Für Hochschulen wiederum bedeutet die Stagnation nach dem Höchststand 2020 eine veränderte Planungsgrundlage bei Kapazitäten und Personal.
Für Studieninteressierte
Wer die Wahl zwischen mehreren Standorten hat, kann die Bundesland-Tabelle als groben Indikator für die Hochschuldichte lesen: Bundesländer mit vielen Studierenden im Verhältnis zur Einwohnerzahl – etwa Berlin, Hamburg oder Thüringen mit seinen traditionsreichen Universitätsstädten – bieten in der Regel auch eine größere Auswahl an Studiengängen und eine dichtere studentische Infrastruktur.
Für Hochschulen und Hochschulpolitik
Die gegenläufige Entwicklung von Universitäten und Fachhochschulen ist ein Signal für die Kapazitätsplanung: Wo Fachhochschulen wachsen, steigt der Bedarf an Lehrpersonal und Laborinfrastruktur, während Universitäten ihre Planung eher auf Konsolidierung als auf Ausbau ausrichten dürften.
Für Forschende und Journalist:innen
Wer mit diesen Zahlen zitierfähig arbeiten will, sollte immer den genauen Stand (vorläufig/endgültig), das Wintersemester und die Quelle nennen – die Beispiele in diesem Artikel folgen bewusst diesem Muster, damit jede Zahl direkt bei Destatis nachvollzogen werden kann.
Wer mitten in der Abschlussarbeit steckt, statt nur die Statistik zu lesen, profitiert von Werkzeugen, die den Schreibprozess strukturieren. Tesify unterstützt beim Aufbau von Gliederung, Literaturarbeit und Argumentation einer Bachelor- oder Masterarbeit, ersetzt aber nicht die eigene inhaltliche Leistung.
Häufige Fragen
Wie viele Studierende gibt es 2026 in Deutschland?
Im Wintersemester 2025/2026 waren laut den vorläufigen Schnellmeldungsergebnissen des Statistischen Bundesamts 2.876.900 Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Das ist ein Plus von 0,4 % gegenüber dem Wintersemester 2024/2025.
In welchem Bundesland studieren die meisten Menschen?
Nordrhein-Westfalen hat mit rund 715.200 Studierenden die höchste absolute Zahl aller Bundesländer, vor Bayern (rund 404.300) und Baden-Württemberg (rund 353.300), Stand Wintersemester 2025/2026 (Destatis).
Welches Fach hat die meisten Studierenden?
Die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist mit rund 1,12 Millionen Studierenden (Wintersemester 2024/2025) die mit Abstand größte Gruppe, gefolgt von den Ingenieurwissenschaften mit rund 748.600 Studierenden.
Sinkt oder steigt die Zahl der Studierenden in Deutschland?
Die Zahl stagniert seit mehreren Jahren auf hohem Niveau. Nach dem bisherigen Höchststand von 2.944.145 Studierenden im Wintersemester 2020/2021 ist die Zahl leicht gesunken und liegt aktuell (2025/2026) bei 2.876.900 – mit einem minimalen Zuwachs im aktuellsten Jahr.
Studieren mehr Menschen an Universitäten oder Fachhochschulen?
Universitäten haben mit rund 1,67 Millionen Studierenden weiterhin die höhere absolute Zahl, verlieren aber Anteile: Im Wintersemester 2025/2026 sank die Zahl der Universitätsstudierenden um 0,6 %, während Fachhochschulen um 2,1 % auf rund 1,11 Millionen Studierende wuchsen (Destatis).
Gelten diese Zahlen auch für Österreich und die Schweiz?
Nein. Die genannten Zahlen stammen ausschließlich vom deutschen Statistischen Bundesamt und beziehen sich nur auf Deutschland. Für Österreich führt Statistik Austria, für die Schweiz das Bundesamt für Statistik (BFS) eigene, nicht direkt vergleichbare Hochschulstatistiken.
Wo finde ich die Original-Quelle für Studierendenzahlen?
Die amtliche Quelle ist das Statistische Bundesamt (Destatis) mit seiner Hochschulstatistik, veröffentlicht als Pressemitteilungen, Tabellen und Fachserie 11 Reihe 4.1 „Studierende an Hochschulen“. Alle Zahlen in diesem Artikel sind dort mit Quellenangabe nachprüfbar.
Fazit
Die Anzahl Studierende in Deutschland 2026 liegt bei 2.876.900 – ein Wert, der die anhaltende Stagnation nach dem Höchststand 2020 bestätigt. Wer mit diesen Zahlen arbeitet, sollte immer auf das genaue Wintersemester und den Status (vorläufig oder endgültig) achten, da Destatis seine Daten in mehreren Schritten aktualisiert. Für die eigene Abschlussarbeit zählt neben der reinen Statistik vor allem die saubere Quellenarbeit – dabei unterstützt auch Tesify mit einer strukturierten Arbeitsumgebung für Gliederung und Literaturverwaltung.
Weiterführend: Studienabbruch in Deutschland 2026, internationale Studierende in Deutschland, BAföG in Zahlen 2026 und NC und Studienplatz-Zulassung.
